Bangalore: Silicon Valley Vibes & Filter Coffee – Mein Leben im indischen Tech-Hub
Namaste aus der Stadt, die niemals stillsteht (außer im Stau)!
Bangalore (offiziell Bengaluru). Wer mich kennt, weiß, dass ich das Chaos liebe, solange das WLAN stabil ist. Und hier in der IT-Hauptstadt Indiens bekommt das Wort „Konnektivität“ eine ganz neue Bedeutung.
Hier ist mein Bericht über das Leben und Arbeiten als Digitaler Nomade in Bangalore im Jahr 2025.


Der Vibe: Zwischen Startup-Hektik und Gartenstadt
Bangalore ist ein Paradoxon. Auf der einen Seite hast du diese unglaubliche Energie – jeder zweite, den du im Café triffst, gründet gerade ein KI-Startup. Auf der anderen Seite gibt es Parks wie den Cubbon Park, die grüne Lungen sind und dich vergessen lassen, dass du in einer 13-Millionen-Metropole steckst.
Was du wissen musst:
- Wetter: Für indische Verhältnisse ein Traum! Da die Stadt auf fast 1.000 Metern Höhe liegt, ist es hier selten unerträglich heiß. Meistens herrscht ein „ewiger Frühling“.
- Traffic: Das Gerücht stimmt – der Verkehr ist Endgegner-Level. Plane für 5 Kilometer lieber 45 Minuten ein. Nutze die Metro oder fahr mit Rapido (Motorrad-Taxi), um dich durch die Lücken zu schlängeln. Mein Favorit: Direkt zu Fuß durch die Stadt.


Wo ich wohne & arbeite: Die besten Viertel
Ich habe mich dieses Mal gegen die klassischen Hotels und für ein Coliving-Space entschieden. Hier sind meine Top-Spots für Nomaden:
| Viertel | Vibe | Warum dort? |
| Indiranagar | Trendy & Teuer | Die beste Dichte an Cafés, Bars und Coworking-Spaces wie WeWork oder Indiqube. |
| Koramangala | Startup-Herz | Hier pulsiert das junge Indien. Unzählige Rooftop-Restaurants und Networking-Events. |
| HSR Layout | Organisiert & Ruhig | Viele Baum-gesäumte Straßen und eine wachsende Nomaden-Community. |
Meine Working-Routine
Mein Favorit zum Arbeiten ist das Third Wave Coffee. Der Kaffee ist Weltklasse (probiere den Orange Zest Mocha), die Steckdosen sind zahlreich und das Internet ist mit ca. 50–100 Mbps absolut Video-Call-tauglich. Wenn ich tiefe Fokus-Zeit brauche, buche ich mich bei BHIVE Workspace oder ähnlichen Coliving-Anbietern ein.


Lebenshaltungskosten: Was kostet der Spaß?
Indien ist günstig, aber Bangalore ist eine der teureren Städte des Landes. Dennoch: Im Vergleich zu Lissabon oder Berlin lebst du hier wie ein König.
- Miete (1BR Apartment/Studio): ca. 400 € – 700 € (je nach Viertel).
- Essen (Streetfood bis Restaurant): Ein Masala Dosa auf der Straße kostet 0,80 €, ein schickes Dinner mit Drinks ca. 15–20 €.
- Internet/Mobil: Für weniger als 10 € im Monat bekommst du hier Datenpakete, von denen wir in Europa nur träumen können.


Mein persönliches Highlight: Die Food-Szene
Man kann nicht über Bangalore schreiben, ohne das Essen zu erwähnen. Morgens gibt es für mich nur eins: Filter Coffee und Idli/Vada bei MTR oder Vidyarthi Bhavan. Es ist laut, es ist eng, aber der Geschmack ist eine religiöse Erfahrung.
Und abends? Bangalore ist die Pub-Hauptstadt Indiens. Die Craft-Beer-Szene hier ist gigantisch. Das Toit in Indiranagar ist ein absolutes Muss für jeden, der nach einem langen Arbeitstag ein ordentliches IPA (Bier) braucht.
Fazit: Lohnt sich Bangalore für Nomaden?
Absolut. Wenn du Networking liebst, in der Tech-Welt zu Hause bist und kein Problem mit einer gewissen Grundlautstärke hast, wirst du Bangalore lieben. Es ist kein Ort zum Entspannen, sondern ein Ort zum Erschaffen.
Pro-Tipp: Hol dir direkt am Flughafen eine indische SIM-Karte (Airtel oder Jio). Ohne indische Nummer bist du bei Apps wie Uber, Zomato (Essenslieferung) oder Amazon Indien aufgeschmissen.
Was denkst du? Wäre Indien ein Ziel für deine nächste Remote-Work-Station oder schreckt dich das Chaos eher ab? Schreib es mir in die Kommentare!
Bis zum nächsten Mal, bleibt mobil!
Euer msc
Noch ein paar Impressionen aus Bangalore:









